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Klettern an den Lobhörnern im Berner Oberland

22. Juli 2014
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von: Lulubusi
Land: Schweiz
Überschreitung der Lobhörner im Schatten von Eiger, Mönch und Jungfrau.
Eine sehr lohnenswerte Klettertour.

Zustieg

Das Ziel kommt in Sicht
Das Ziel kommt in Sicht
Die Saison der Sommertouren geht bereits mit grossen Schritten dem Ende entgegen und doch sind noch immer tolle Klettertouren möglich. Eine davon ist die Überschreitung der Lobhörnern von Ost nach West.

Obwohl die Wetterprognosen nicht all zu gut sind, ein Tiefdruckgebiet mit Regenschauern soll sich über die Alpen hinweg schieben wagen wir uns an dieses Projekt. In den Föhntälern soll es schliesslich bis am Nachmittag trocken bleiben. Guter Dinge machen wir uns also auf den Weg.

Im kleinen Bergdorf Isenfluh, dass oberhalb Lauterbrunnen liegt, besteigen wir die Luftseilbahn nach Sulwald, was auf 1530m über Meer liegt. Dies ist unser Ausgangspunkt für die Tour.
Die Luftseilbahn ist das ganze Jahr zwischen 07:00 – 18:15 Uhr in Betrieb. Sogar Früh oder Spätfahren sind, mittels Voranmeldung und einem Gebührenzuschlag auf den Regulären Tarif, möglich.

Nach dem wir die ersten Höhenmeter äusserst bequem hinter uns gebracht haben, geht es zu Fuss weiter. Nach wenige Meter auf der Strasse, wandern wir auf einem sehr gut angelegten und markierten Bergwanderweg, diesen kann man kaum verfehlen, in südwestlicher Richtung der Lobhornhütte entgegen. In dem herbstlich eingefärbten Wald, der sporadisch einen Blick zu Eiger, Mönch und Jungfrau frei gibt, wandern wir zum Schluss am Sulsbach entlang zur Alphütte Suls. Hier zweigt der Weg zur Lobhornhütte ab.

Wir machen uns aber gleich auf den weiteren Weg und lassen die Lobhornhütte an uns vorbei ziehen. Ungefähr auf Höhe der Materialseilbahn, die von Suls zur Sousegg führt wandern, wir zügig über die Alpwiese, die sich in den verschiedensten herbstlichen Brauntönungen zeigt, bis zur Sousegg über den Schwarz Schopf und die anschliessend über die Gratkuppe namens Hublen an den östlichen Fuss der Lobhörnern. Wenige Meter weiter, an der Südseite der Wand, befindet sich der Einstieg.

Mach mal Pause! Auch das ist wichtig! Na dann machen wir eben mal Pause!

Etwas Trinken, Essen und gleichzeitig zum Klettern vorbereiten. Klettergurt anziehen, Helm auf den Kopf, Expresse anhängen usw.

Die Kletterroute

Tolle Gratkletterei
Tolle Gratkletterei
Wenig später gehen wir die sehr abwechslungsreiche und anregende Route, die mittels 10 Seillängen über die Zähne der Lobhörner, an. Die Kletterei ist nicht all zu schwierig. Die Schlüsselstelle, eine feingriffige Wand in der vierten Seillänge, liegt im oberen 4. franz. Schwierigkeitsgrad.

Der Fels ist meist fest, gut griffig und strukturiert. Schwierigere Kletterstellen wechseln sich regelmässig mit leichteren Passagen ab. Wandkletterei wird durch Gratkletterei ergänzt. Die Route ist logisch angelegt und daher stellt die Wegfindung kein grosses Problem dar.

Die Absicherung ist an den Schlüsselstellen und den schwierigeren Kletterpassagen als gut zu bezeichnen. In regelmässigen Abständen finden sich Haken. Zusätzlich lässt sich alles ohne Probleme mit mobilem Sicherungsmaterial zusätzlich absichern. Die Stände sind mit zwei Haken ausgestattet. (nicht alle mit neuen)

Wir kommen zügig voran und stehen nach drei Stunden auf dem Grossen Lobhorn.

Rückweg

Tolle Momente
Tolle Momente
Da das suboptimale Wetter zwischenzeitlich sehr nahe war, auf dem Gipfel hüllte uns bereits Nebelschwaden ein, machten wir uns ohne Gipfelpause an den Abstieg.

Mittels dreimaligem Abseilen nach Westen, erreichen wir die Kuppe zwischen grossem Lobhorn und P.2519. (zwei mal Abseilen, kurz abklettern „2a“ und nochmals 25m abseilen)

Auf dem Sattel verstauen wir schnell unser Material und ziehen, da es jetzt doch zu Regnen begonnen hatte, die wasserdichte Hülle über.

Vom Sattel wandern wir auf dem gut erkennbarer Bergweg am Fuss der Lobhörner Südwände, nordostwärts zurück zum Einstieg.
Von hier auf alt bekannten Wegen zurück zur Sousegg, Suls und weiter nach Sulwald, wo wir in leichtem Regen eintreffen. Nach einer Einkehr in der gemütlichen Bergwirtschaft direkt bei der Bahn, schweben wir mit dieser zurück nach Isenfluh.

Ein Grandiose Klettertour im Schatten der Eiger, Mönch und Jungfrau Arena geht zu Ende.

Benötigtes Material

50m Einfachseil
Express 6 Stück
ev. mobiles Sicherungsmaterial: Keile 4-8, Friend Nummer 2-3, Zackenschlingen
sonst Übliches Klettermaterial
Gute Schuhe (Trekkingschuhe) für den Zu- und Abstieg

 
18.02.2015 16:00:01