- Anzeige -

- Anzeige -
 
www.alpin.de
- Anzeige -
   Login
Benutzername:
Kennwort:
 
Toolbar
Seite versenden Sitemap

CO2neutralwebsite

Kreuzspitze (3457m) - Alleingang

14. März 2006
Bewertung: voller Bewertungspunkt voller Bewertungspunkt voller Bewertungspunkt halber Bewertungspunkt leerer Bewertungspunkt
(3.7 bei 6 Bewertungen)
von: Tobi
Land: Österreich
Ein Alleingang auf die Kreuzspitze? Wer träumt nicht von so einem Erlebnis?. Einer der höchsten Berge, die ein Wanderer möglicherweise trockenen Fusses, meist nicht allein, erreichen kann.

Früh am Morgen in Vent (1895m)

Aufschwung zum Gipfelgrat
Aufschwung zum Gipfelgrat
Was soll man tun, wenn man in einem Hotel in Vent wohnt und plötzlich eines (schönen?!?!?) morgens um 5 aufwacht und nicht mehr schlafen kann?. Gut in meinem Falle fiel die Wahl trotz starker Bewölkung und leichten Nieselregens auf einen Versuch, die Kreuzspitze zu besteigen. Also Sachen gepackt, Angezogen und los gings. Bald wurde sogar das Wetter schon besser und nach nicht einmal 2 Stunden stand ich vor der Martin-Busch-Hütte. Wie oft war ich diesen elends langen Weg schon gegangen??. Naja heute fühlte er sich an wie ein Gang zum Kühlschrank in dem ein nettes Leckerli wartet, welches in diesem Falle die Kreuzspitze war. Es war gerade 8 Uhr, die Sonne bahnte sich nun einen Weg durch die aufsteigenden Wolken, als ich frohen Mutes in Richtung Brizzi-See startete. Nach etwa einer Stunde passierte ich den flachen Bereich, auf dem sich eine alte, zerfallene Hütte befindent. Die Wolken wahren gerade hoch genug gestiegen um den gesamten Gipfelaufbau meines Zielberges einsehen zu können. Von hier unten erkannte ich am Gipfelgrat eine ziemlich große Gruppe von Leuten, so an die 30??, die sich richtung Gipfel bewegten.Nun folgte ich dem Weg der jetzt nach Rechts abbog. Nun ging es immer steiler durch eine schroffe Flanke ehe das Gelände wieder verflachte. 3000 Meter,... leichter Graupel.. gut ich gehe weiter, setzte mir ein Limit, bis 10:30 Gipfel oder Abstieg. Auf dieser Höhe traf ich auf eine Ebene auf der wohl einige Leute vor mir auf die Idee gekommen sind Steinmännchen hinzustellen. Es waren hunderte, ....wirkte etwas komisch,...mystisch?... ja.. gut ich ging weiter. Nach der Querung eines Blockfeldes (Schlüsselstelle), begann der Anstieg durch eine steile, rutschige Geröllflanke, die auf 3350 Meter auf den Gipfelgrat mündet. Es war etwa 10 Uhr und hier traff icch dann auf oben erwähnte, miserabel ausgerüstete, von einem Wanderführer geführte Holländertruppe... oh man Turnschuhe, shorts...... stelle man sich mal vor.. Ich jedoch legte meinen Rucksack ab und ging weiter.

Gipfelgrat und Bergeinsamkeit

Auf dem Gipfel
Auf dem Gipfel
Die Steigeisen, die ich auf Verdacht auch mitgenommen hatte, lies ich zurück. Los gings. Der Gipfelgrat zeigte sich hier völlig schneefrei und fest. Während des Aufstieges überholte, (oder sie liesen mich netterweise vorgehen?) ich noch eine 3-Köpfige Gruppe aus Deutschland. Schnell gingen die Schritte, trotz der gewaltigen Höhe von mehr als 3400 Metern. Auch wurde die Bewölkung leider wieder stärker. An einigen Stellen war der Boden des Grates doch schon ziemlich fest gefroren und im Vorbeigehen fragte ich mich immer wieder wie es die Holländer wohl hierherauf geschafft hatten?.. naja ich jedoch kam bald und alleine!!! zu dem Punkt wo sich der Grat zurücklegte. Nach einigen Schritten kam das riesige Kreuz in mein Blickfeld. Leere,... keiner war hier oben ich drehte mich um , auch die netten leute die ich während des Aufstieges überholte waren einige Meter unter mir. So genoß ich etwa 5 Minuten alleine auf diesem gewaltigen Gipfel. Danach traffen auch die andren dort oben ein, machten ein paar Bilder von mir. Ich verliess den Gipfel nach 10 Minuten, schliesslich ist es ja was besonderes wenn man diesen Gipfel auch mal für sich allein hat.// Das wollte ich dann auch meinen Kollegen gönnen. Der Abstieg ging schneller als ich erwartet habe. Meinen Rucksack wieder aufgesammelt "rannte" ich bis hinunter zu der alten Hütte, machte Pause und kam nach gemütlichem gehen nach insgesamt 9 Stunden wieder nach Vent. Für jeden Berg Heil..

Ausblicke 1

Hintere Schwärze
Hintere Schwärze
Noch ein Extrakapitel um ein Blick vom Gipfel zu zeigen

Ausblicke 2

Similaun in clouds
Similaun in clouds
Weiterer Blick vom Gipfel

 
18.02.2015 16:00:01