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ZUGSPITZE

21. Juli 2005
Bewertung: voller Bewertungspunkt voller Bewertungspunkt leerer Bewertungspunkt leerer Bewertungspunkt leerer Bewertungspunkt
(2.2 bei 9 Bewertungen)
von: ski-unit
Land: Deutschland
Reintal rauf - Höllental runter

ZUGSPITZE

Die Zugspitze ist mit 2964m der höchste Berg Deutschlands und für Bergsteiger ein beliebtes Ziel. Doch wer schon mal oben war, weiß, dass man dort nicht nur Gleichgesinnte antrifft. An schönen Tagen fahren Mengen von Touristen mit der Bahn rauf. Falls jemand die baldige Besteigung auf "ehrliche" Weise plant, sollte die folgende Geschichte lesen!

Am 15.Juli fahren wir nachmittags in München mit dem Auto los, nach einer Stunde Fahrt sind wir in Garmisch. Aus der Ferienwohnung holen wir noch Proviant und eine Karte. Weil alle Hütten voll sind, entscheiden wir uns für den Weg durch das Reintal, weil die dort gelegene Hütte keine Reservierungen annimmt. Dann fahren wir zum alten Skistadion, wo das Auto geparkt wird. Weil die Partnachklamm gesperrt ist müssen wir eine anderen wesentlich längeren Weg nehmen und sind so erst um 21 Uhr an der Reintalangerhütte. Mit Glück bekommen wir noch einen Platz im Notlager zugewiesen. Nach dem Abendessen fühlen wir uns gestärkt und gehen gleich schlafen. Am nächsten Morgen stehen wir um sechs Uhr auf und gehen ein halbe Stunde später los. Um acht Uhr sind wir auf der Knorrhütte, von wo aus es dann auf das Zugspitzplatt geht. Als wir am Sonnalpin kurz pausierern ist es zehn Uhr. Der weitere Anstieg zum Gipfel erfolgt durch eine lange, sehr anstrengende Geröllrinne und über einen kleinen Klettersteig zum Gipfel. Der Steig ist teilweise vereist und in manchen Teilen liegt noch Schnee. An zwei Stellen liegt das weiße Gold so hoch, dass das Drahtseil nicht sichtbar ist. um elf Uhr sind wir oben, müssen uns den höchsten Punkt aber mit ein paar Bergsteigern und "Turnschuh-touries" teilen. Nach dem Mittagessen auf dem Münchnerhaus steigen wir über das Höllental ab. Der Klettersteig hat kaum Schnee und ist mit Klettersteigset gut machbar. Nach dem Ausstieg kommen wir auf das große Schneefeld oder den Kleinen Gletscher dem wir eine Weile folgen, weil der eigentliche Weg vor lauter Schnee nicht auszumachen ist. Doch man sollte dem Schnee nicht zu lange trauen, denn nach einiger Zeit kommt man auf ein Geröllfeld,was sehr gefährlich ist - die Steine liegen nämlich auf spiegelglattem Eis. Es ist also besser sobald man den Weg wieder sieht auf diesen zu wechseln. Dann kommt noch ein kleiner Klettersteig, bei dem wir die Klettersteigsets wieder herauskramen müssen. Der Blick ist beeindruckend - stellenweise 100m in die Tiefe. Sogleich stehen wir vor der Höllentalangerhütte. Der weitere Weg führt entweder über den Steig über die Höllentalklamm oder durch diese. Wir entscheiden uns für letzteres. Nach der Klamm laufen wir noch pitschnass nach Hammerbach runter und lassen uns von einem Taxi zu unserem Auto bringen.

Fazit: Schöne, recht anstrengende Tour die in umgekeherter Reinfolge genauso viel Spass macht.
Zeiten: Garmisch - Reintalangerhütte: 2-3h
Garmisch - Knorrhütte: 4h
Reintalangerhütte - Gipfel: 4h
Knorrhütte - Gipfel: 3h
Gipfel - Höllentalangerhütte: 2-3h
Gipfel - Garmisch: 3-4 h

 
08.02.2012 21:30:02