- Anzeige -

- Anzeige -
www.alpin.de
- Anzeige -
   Login
Benutzername:
Kennwort:
 
Toolbar
Seite versenden Sitemap

Hinterer Brochkogel (3635m) - Die No.3 in den Ötztalern

26. September 2005
Bewertung: voller Bewertungspunkt voller Bewertungspunkt voller Bewertungspunkt leerer Bewertungspunkt leerer Bewertungspunkt
(3 bei 2 Bewertungen)
von: Tobi
Land: Österreich
Zusammen mit meinem Bergführer Didi aus Vent hab ich am 29.07.04 den Brochkogel als Tagestour von Stablein aus gemacht. Pluspunkte waren, im Gegensatz zur benachbarten Wildspitze leerer Gipfel und bestes Wetter.

Ins Mitterkarjoch

Blick aus dem Joch nach Norden
Blick aus dem Joch nach Norden
Zunächst waren wir beide mit einem Jeep bis auf Stablein gefahren. Mit unsren Rucksäcken und der Ausrüstung starteten wir unsren Trip kurz vor 6 uhr bei fantastischem Wetter, klarem Himmel und in ein sanftes Orangerot getauchte GIpfel ringsherum. Nach nicht mal einer Stunde Gehzeit standen wir schon auf der Terasse Der Breslauer Hütte. Leer war hier alles, da sämtliche Gruppen wohl schon unterwegs waren. Eigentlich hatten wir am Brochkogel ja den Nordgrat machen wollen, doch da wir schon recht spät dran waren entschieden wir uns nun für den Normalweg, den Südostgrat. Laut AV-Führer kein leichter Anstieg.. Na ok.. gut... weiter gings zunächst über Blockhänge und hartgefrorene Schneefelder unter der SÜdwand der Wildspitze Richtung Nordwesten über den harmlosen Mitterkarferner. Etwa gegen viertel vor 9 standen wir beide nu unter zahlreichen Wildspitzbewerbern amgeseilt unter dem Nadelöhr für beide TOuren, dem sehr steilen Mitterkarjoch. In einem Zickzackvelrauf ging der Weg erst nach rechts und machte dann eine Wendung nach links direkt auf den Steilhang zu. Die Rinne war an diesem Tag durchgängig mit Schnee und hartem Firn gefüllt. Nichts also mit Felsenkletterei, wie es die meisten an diesem Tag machten. Didi entschied sich für die schnelle, ab durch die mitte ging es dann auf den Frontalzacken der Steigeisen durch die stellenweise steiler als 50° geneigte Rinne die auch meistens kaum breiter als 3m war. So kamen wir als 2er-Seilschaft bedeutend schneller durch das Nadelöhr als die meisten andren, die in Großgruppen von meistens 6-7 leuten der Wildspitze zu leibe rüclen wollten. Nach etwa 3 Stunden Gesamtgehzeit genehmigten wir uns dann doch mal eine Pause im Joch auf 3480 Metern.

Auf den Brochkogel

Weisskugel vom Brochkogel
Weisskugel vom Brochkogel
Hinter dem Joch folgten wir nun einer schwachen Spur die Firnhänge leicht Ansteigend gen westen auf den Brochkogel zu. Bei einem vereisten Steilhang bogen wir gen Süden um über selbigen in etwa 40° steilen Eis den Grat zu betreten. Von hier aus, etwa 3520 Meter und rucksackdepot. folgten wir dem Geröllhang der weiter oben als schmaler Felsgrat gegen Nordwesten biegt. Von hier aus Ist der Weg nicht mehr sonderlich schwierig gewesen. DOch an manchen Stellen war die Luftigkeit groß und die Ausgesetztheit enorm. An 2, 3 Stellen galt es auch mal kurz zu klettern aber nie war das schwieriger als eine I, nur eben ausgesetzt!. Die letzten 30 Meter führten leicht ansteigend über einen nach Nordosten verwächteten Firngrat ins Blaue des Himmels und natürlich auch auf unsren Brochkogel. NAch 4 stunden und 30 minuten standen wir oben!... allein.. und nebenan... der Ameisenhaufen WIldspitze..... Weite... einsamkeit , kein gedränge ... sicht von der Zugspitze bis zur Bernina, den Ortler ALpen, WEIßKUGEL, zilltertaler, Stubaier Alpen,... und immerhin die No.3 in den Ötztalern.

 
08.02.2012 21:30:02