Galerie di Guerra
Biacesa
Der Weg 417 beginnt am nord-östlichen Ortsausgang von Biacesa im Val di Ledro und steigt auf einem alten gepflasterten Pfad steil durch den Wald bergan, so dass wir schon bald durchgeschwitzt waren. Es ist die erste Alpintour für uns im Jahr 2005! Wir folgten dem Weg 417 bis wir rechts den 460 bis zur Kapelle S. Giovanni abbogen. Hier verlief der Weg etwas flacher und an der Kapelle konnten wir uns auch erst einmal kurz ausruhen. Der Blick schweift hier nach Süden auf den Gipfel des Cima Bal, der uns ein bisschen an China erinnert.
Galerie de Guerra
in den Stollen
Blick ins Tal
Rochetta
Bocca di Brenta (2552m)
Blick durch die Wolken
Das Auto habe ich in Molveno in der Nähe von dem Campingplatz „Spiaggia“ abgestellt und wegen regnerischen Wetters die Tour erst um 9:00 Uhr begonnen. Zu Beginn begleitete mich leichter Nieselregen und die Brenta hüllte sich in dunkle Wolken, so dass ich mir nicht sicher war, ob ich die komplette Tour überhaupt durchführen könne.
Gleich nach der Überquerung der Straße am südlichen Ortsausgang steigt der Weg (332, dann 326) steil durch den Wald an wo er bald auf einen breiten Forstweg mündet. Diesen verlässt man aber zum Glück nach einer Weile wieder und folgt der Markierung 326 nach links auf einen kleinen Waldpfad, der sehr steil nach oben führt. Auf dem nassen Laub und Schlamm rutsche ich öfter aus, was den Aufstieg noch mühsamer macht.
einfallender Nebel
Hinter der Ex M.ga Ceda alta wird es wieder steil. Man muss zwei Felsstufen über einen rutschigen und extrem steilen Pfad überwinden, wo ich stellenweise sogar die Hände zur Hilfe benötige. Hier begegnet mir auch der erste von ganzen zwei Wanderern an diesem Tag. Über mehrere kleine Kuppen windet sich der Weg im zunehmend immer felsiger werdenden Gelände dem Passo di Ceda auf 2223m zu. Einige größere Altschneefelder und dicht reinziehender Nebel machen die Orientierung immer schwieriger auf dem jetzt nur noch aus Fels und Geröll bestehendem Gelände. Aber für einen kurzen Moment wird der Blick frei auf ein eindrucksvolles Amphitheater: zur Linken die Gipfel von Cima Ceda, Orientale und Cima Ceda bassa, vor mir Cima Tosa, Cima Brenta bassa und Cima Brenta alta und rechts der Monte Daino. Im Tal erblicke ich auch kurz den Lago di Molveno, auf den ein Sonnenstrahl aus der Wolkenwand fällt. Aber gleich ziehen Nebel und Wolken wieder rein.
Torre di Brenta
Ich wende mich nach links und gehe noch ein paar Meter wieder, um zur Bocca di Brenta(2552m) zu gelangen. Hinter der Scharte ist es unmöglich den Weg weiter zu gehen, da ein riesiges Schneefeld den pass bedeckt.
Adamello Presanella
Wie aus heiterem Himmel fängt es hier kurz leicht an zu schneien. Ich begebe mich also zurück zum rifugio und steige nach links zur ausgewiesenen Winterhütte Rifugio Tosa (2439m) ab. Diese Seite war komplett wolkenfrei, so dass ich freien Blick auf die Rückseite vom Campanil Basso, Campanil Alto und die Spitzen der Torre hatte. Je weiter ich ins Tal abstieg, desto mehr kam die Sonne hervor und die Berggipfel wurden frei.
Gruppo di Brenta
Von dort gibt es zwei Möglichkeiten nach Molveno zu kommen: Die erste führt laut Karte über einen kleinen Steig (332) nach rechts ab und die zweite direkt links an der Hütte geradeaus ins Tal. Da mir wegen des rutschigen Untergrundes der Steig zu gefährlich erschien, nahm ich die zweite Variante und folgte der Markierung 319. Abermals ging es in unendlichen Kurven im Wald bergab und als ich endlich auf den Forstweg im Pian di Maroccaz kam, strahlte die Sonne hinter mir über der Brenta und keine Wolke war mehr zu sehen. Cima roma, Cima Sella und Spallone di Massodi ragten beeindruckend in den Himmel.
Lago di Molveno
Auf der Rückfahrt genoss ich noch mal den Blick über den See zur Gruppo di Brenta, die jetzt im schönsten Sonnenlicht erstrahlte.
Alta Via del Monte Baldo
Monte Altissimo
Blick auf Riva del Garda
Pozzette
Enzian
Nach einer anstrengenden Tour, kehrten wir schlapp zum Auto zurück.
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