Cirque de Bonifatu 28.7.2005
Caruzzo Hütte
An diesem Morgen hieß unser Ziel Refuge de Caruzzo am GR 20, welche wir als Tagestour mit Endziel Bonifatu auf uns nehmen wollten, da wir bereits entschieden hatten auf Grund zu viel Gepäcks und der großen Hitze bei 35 Grad den GR 20 auf nächstes Jahr zu verschieben.
So Früh wie möglich, also um 7 Uhr mit den ersten Sonnenstrahlen, brachen wir auf.
Wir folgen zuerst einem breiten, geschotterten Forstweg, der oberhalb des Figarella-Baches durch den Wald von Bonifatu führt. Es ist noch früh aber trotzdem, schon erstaunliche 26 Grad warm. Der Weg führt eben dahin.
Nach etwa einer halben Stunde gelangen wir an eine Kreuzung, wo es rechts ab Richtung Caruzzo-Hütte geht. Jetzt beginnt der Weg etwas anspruchsvoller zu werden, es wird steil und steinig. So schlängelt sich der schmale Pfad bergan, zunächst etwas steiler, dann aber wieder gemächlich, so dass wir noch nicht allzu sehr ins Schwitzen geraten. Schon bald nähert sich der Weg dem Bach an, den wir über eine Hängebrücke überqueren. Kurz darauf wird der Weg extrem steil. In vielen Kurven führt der Weg durch den trockenen Wald und er kommt uns endlos vor.
Hängebrücke
Kurz nach der Quelle gelangen wir an eine Kreuzung, von wo wir links erst einmal die paar Meter bis zur Refuge gehen um zu schauen, wie es dort wohl aussieht. Von der Terrasse der Hütte überblickt man das wunderschöne Fagarella-Tal.
Jetzt wollen wir allerdings zum nahe gelegenen Highlight des Tages gehen. Etwa 20 Minuten von der Hütte entfernt führt eine frei schwebende Hängebrücke in 20 Metern Höhe über die Spasimataschlucht.
Spasimata
Da die Hitze zum wandern für uns unerträglich scheint, machen wir eine große Rast im Schatten der Felsen unterhalb der Brücke, bereiten uns im mitgenommenen Spirituskocher unser Mittagessen und erfrischen uns an den Badegumpen des Spasimata.
Der Rückweg erfolgt auf dem gleichen Weg. Jede Menge Spätaufsteher kommen uns am frühen Nachmittag noch entgegen.
Der Abstieg zog sich allerdings ganz schön in die Länge und wir waren froh, den Zeltplatz bald erreicht zu haben.
La Restonica GR20 2.8.2005
Hiking Trail
Zunächst führt uns der Weg entlang des wunderschönen, kristallklaren Restonica-Baches. Es ist kaum Steigung vorhanden und sehr angenehm zu laufen. Bald aber gelangen wir an eine Abzweigung wo sich der so genannte „Sportive Way“ vom Normalweg trennt. Da wir natürlich sehr „sportive“ sind, folgen wir dem rechten Weg, der in der Karte als Steig markiert ist. Tatsächlich muss man hier bald ein bisschen Klettern, an Ketten und zwei Eisentreppen über eine Felskante steigen. Eigentlich auch kein Problem für Normalleute, da der Weg wirklich sehr gut ausgebaut ist und das Kletterstück maximal 100 Meter beträgt.
Lac de Melo
Der Aufstieg zum Lac de Capitellu ist extrem steil und führt über rutschigen Fels und Geröll, so dass man sehr aufpassen muss, nicht wegzurutschen. Für die 200 Höhenmeter zwischen Melo und Capitello brauchen wir daher eine gute dreiviertel Stunde!
Aufstieg zum Capitello
Lac de Capitello und Melo
Les Calanche des Piana 4.8.2005
La Châtaigneraie
Von der Gite d’Etape im Ortszentrum gingen wir um 7:00 Uhr an der Straße entlang, die nach Porto führt. Früh morgens ist hier noch kein Auto unterwegs und man kann sich gemütlich warm laufen. Nach etwa 5 Kilometern steigen rechts und links von uns die bizarren Felsen auf, die Strasse wird enger und windet sich nun in vielen kurven an den Felsen entlang. Auf der linken Seite sehen wir schon Bald das „Herz der versteinerten Liebenden“ Le Coeur, bevor wir an verschiedenen bizarren Skulpturen weiter bis Les Roches Bleues gehen. Hier beginnt die eigentliche Tour, die noch mal in vier Einzelteile aufgeteilt ist.
l'Aigle
Diese folgten wir nun in westliche Richtung bis zum Tête du Chien (Hundekopf).
Steinmännchen
Chateau Fort
Golf von Porto
Chemin de Muletiers
Capu d’Orto (1294m) 5.8.2005
alter Maultiertreiberpfad
Foce d'Orto
Dieses Mal nehmen wir allerdings nicht die Straße Richtung Sportplatz sondern einen alten Maultierweg, der an der anderen Gite d’Etape beginnt. Dieser wildromantische Weg, der unter Hecken wie ein Laubengang durch einen kleinen Hohlweg führt, lässt an längst vergangene Zeiten erinnern. Am ende des Wegen gehen wir nach rechts auf einem breiten Forstweg weiter bis wir in den Wald gelangen und der Weg langsam Richtung Foce d’Orto anzusteigen beginnt. Auf der Scharte unterhalb des Orto erwartet uns ein super Blick: Die Sonne steht über dem Gebirge, wir schauen direkt ins Gegenlicht und erkennen nur Konturen, was an Bilder von Caspar David Friedrich erinnert.
Blick nach Piana
auf dem Gipfel 1294m
Der Blick reicht weit die Westküste entlang, auf den Golf von Porto direkt zu unseren Füßen und ins Zentrum der Insel, in die Berge. Ausgiebig wird hier gerastet, Mittag gegessen, fotografiert.
im Maul des Löwen
An einem besonders skurrilen Felsen, der aussieht wie der Kopf eines Löwen wird unser Spieltrieb aktiviert und wir fangen an zu klettern und uns an den Stein zu hängen. Außerdem dürfen wir eine riesige Eidechse dabei beobachten wie sie dreimal versucht von einem Felsen zum anderen zu springen und dabei dreimal abstürzt, dann unter herum läuft und auf den anderen Felsen klettert, um dann zurückzuspringen. Derart erheitert nahmen wir den Abstieg auf uns, der uns sehr lange vorkam. Außerdem machte uns die extreme Hitze mal wieder zu schaffen, denn es waren bestimmt wieder 36 Grad.
Ab dem Sportplatz, an dem wir wieder herauskamen, gingen wir auf dem Maultierpfad zurück nach Piana.
Capu Rossu (331m) 7.8.2005
Blick zum Capu Rossu
Der weg führte zunächst durch die Hitze der Machia und ging bergab, was uns eigentlich sehr wunderte, denn wir wollte ja bergauf steigen. Hoch über dem Meer, aus dem vereinzelt Felstürme emporstiegen ging es zur Südseite der Klippe.
In einer mehr oder weniger bewachsenen Rinne ging es steil bergauf zum Turm. Hier oben blies ein heftiger Wind und es waren schon massig Leute unterwegs.
Golfküste von Porto
Nachdem Abstieg suchten wir uns ein ruhiges Plätzchen am Fuße des Felsens, um unseren Spirituskocher anzuwerfen und unsere Abschiedstour von Korsika ruhig ausklingen zu lassen.
Allerdings mussten wir nach dem Essen noch den beschwerlichen Weg zurück zur Straße auf uns nehmen, der zwar nicht steil bergan führte, aber gnadenlos der heißen Mittagssonne ausgesetzt war. Aber auch das haben wir überlebt und wir fanden sogar wieder nette Leute sie uns nach Piana mitnahmen.
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